Pflegezusatzversicherung

Pflegezusatzversicherung im Vergleich

Ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll? Wir wollen Ihnen dazu die wichtigsten Argumente liefern und in unserem Pflegezusatzversicherung Vergleich die besten für Ihre individuelle Situation passenden Angebote vorstellen.

Heute ist in allen Medien die Rentendiskussion im Vordergrund und auch im Bundestagswahlkampf geht es immer wieder um den Streitpunkt, Rente ab 67 oder Rente ab 70, sowie das ständig präsente  und für viele Arbeitnehmer drohende Thema Altersarmut. Dahinter verblasst oftmals die Pflegeversicherung, die jedoch aus unserer Sicht wesentlich mehr in den Vordergrund rücken sollte. Wenn Sie sich schon aktuell Gedanken über die Organisation von professionellen Pflegekräften machen oder machen müssen, empfehlen wir die Informationen von www.24-Stunden-Pflege.net

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie jetzt einfach und bequem eine Pflegetagegeld Versicherung!

Grundsätzlich sollte jeder Mensch, der im Alter Pflege braucht auch entsprechend versorgt werden. Die zentrale Frage dabei: „Wer kommt für die Pflege auf und wird Deutschland es schaffen, die vielen nicht besetzten Pflegestellen in Arbeit zu bekommen?“ Mit unserem Pflegezusatzversicherung Vergleich helfen wir Ihnen zumindest die Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung zu schließen. Vergleichen Sie doch jetzt gleich kostenlos und unverbindlich Ihre Pflegezusatzversicherung.

Pflegezusatzversicherung, wie sinnvoll sind ein Vergleich und der Abschluss?

Wenn Sie nicht die ideale Möglichkeit der Pflege durch Verwandte, die Kinder oder nahe Angehörige in Aussicht haben, sollten Sie sich frühzeitig darüber Gedanken machen, wie die möglicherweise im Alter anstehende Pflege ohne finanzielles Risiko möglich ist.

 

Was wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung abgedeckt?

Wie bewerte ich die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung?

Pflegekostenversicherung, was ist das?

Pflegetagegeldversicherung, welche Vorteile hat dieser Risikoschutz?

Pflegerentenversicherung, ist diese Absicherung heutzutage noch sinnvoll?

Pflegezusatzversicherung, wie funktioniert das überhaupt?

Die gesetzliche Pflegeversicherung, Teilkasko für den Pflegefall

Die gesetzliche Pflegeversicherung wird anteilig aus dem Arbeitnehmereinkommen abgeführt und beträgt 2,55 % des beitragspflichtigen Einkommens. Wer sein Leben lang kinderlos geblieben ist, für den beträgt der persönliche Pflegebeitragssatz 2,8 %. Ob die durch diese Beitragszahlung angesammelte Summe dann auch für die Pflege im Alter reicht, hängt vom Pflegegrad und der Pflegebedürftigkeit ab. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet nur bis zu bestimmten Grenzen und sichert den Pflege Grundbedarf. Werden diese Leistungsgrenzen durch Intensivpflege und Unterbringung im Pflegeheim überschritten, so muss die entstandene Lücke durch das Privatvermögen der Pflegeperson geschlossen werden. Deshalb gilt es am besten mit einer Pflegezusatzversicherung vorzusorgen.

So können Sie die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung einschätzen

Betrachten Sie Ihre persönliche Situation und überlegen Sie in welcher Region, Großstadtnähe oder ländlich, Sie beheimatet sind. Je höher die Wohndichte, umso größer die Pflegenachfrage und umso teurer die Unterbringung im Pflegeheim und die Betreuung je nach Pflegegrad. Monatliche Kosten zwischen 2500,- bis zu 4000,- € im Monat sind dementsprechend zu kalkulieren.

Wenn sie daneben die durchschnittliche, monatliche Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung von etwa 1500,- € setzen, sehen Sie die Finanzlücke von 1000,- bis 2500,- € im Monat. Wenn man dann eine durchschnittliche Pflegezeit  von ca. fünf Jahren betrachtet, ergibt sich oft ganz schnell eine gesamte Finanzierungslücke von über 100.000,- € . Ob ihre Rente dazu ausreicht diesen Betrag zu übernehmen, können Sie Ihrer Rentenhochrechnung oder dem Rentenbescheid ablesen. Falls Rente und gesetzliche Pflegeversicherung nicht reichen, bleibt nur der Zugriff auf das über Jahre mühsam Ersparte oder aber der Verkauf der bisher eigengenutzten Wohnimmobilie zur Deckung der Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung.

Grundsätzlich ist die gesetzliche Pflegeversicherung nur als Grunddeckung zu betrachten, die wie eine Teilkaskoversicherung nie die gesamten Pflegekosten übernimmt, sondern nur die grundlegenden Pflegeleistungen.

Gegen dieses Risiko hilft eine Pflegezusatzversicherung. Es gibt mehrere Möglichkeiten in welcher Form Sie diese abschließen können. Ihre Wahl sollte sich nach Ihren persönlichen Verhältnissen und Lebensplanungen richten. Wir geben Ihnen einen Überblick:

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung übernimmt nach im Vertrag festgelegten Sätzen und Einstufungen  die Bezahlung der ambulanten oder auch stationären Pflege mit einem anteiligen Prozentsatz. Mit dieser Pflegezusatzversicherung stocken Sie quasi die gesetzliche Pflegeversicherung um einen bestimmten Prozentsatz auf. Damit der Prozentsatz auch berechnet werden kann, muss der Nachweis über angefallene Pflegekosten durch einen professionellen Pflegedienstleister geführt werden können. Deshalb ist diese Form der Pflegezusatzversicherung für private Pflege eher ungeeignet.

Im Gegensatz zum Pflegetagegeld kann hier nicht frei über die ausgezahlten Beträge verfügt werden und es werden auch nur gesetzlich anerkannte Pflegeleistungen anteilig bezahlt. Diese Art der Pflegezusatzversicherung eignet sich also vor allem für diejenigen, die damit rechnen einen professionellen Pflegedienst in Anspruch nehmen zu müssen.

Pflege-Tagegeldversicherung, unsere Empfehlung

Bei der Pflegetagegeld Versicherung übernimmt die Pflegezusatzversicherung einen festen Tagessatz der in seiner Höhe abhängig vom Pflegegrad vorab vereinbart wurde und dann zur Auszahlung kommt. Dabei ist es unerheblich ob Sie in einer professionellen Pflegeeinrichtung oder privat zuhause gepflegt werden. Wichtig ist nur die Feststellung des Pflegegrades und der Pflegestufe. So können Sie für den Verdienstausfall eines pflegenden Angehörigen mit diesem vereinbarten Tagessatz einen entsprechenden Ausgleich schaffen. Für die Auszahlung ist kein Nachweis der tatsächlichen Pflegeleistungen, sondern nur der festgestellte Pflegegrad ausschlaggebend. Die Pflegetagegeld Versicherung empfiehlt sich somit für eine privat organisierte Pflege oder als Ergänzung zu professionell organisierten Pflegedienstleistungen.

Pflege-Rentenversicherung

Mit einer Pflege-Rentenversicherung wird der Risikoschutz für die Pflege Finanzierungslücke mit einer Geldanlage verbunden. Dies können wir bei der momentanen Anlagesituation mit quasi Null Zinsen nicht empfehlen. Auch die besten Versicherungen können derzeit keine sinnvolle Verzinsung erwirtschaften. Die Funktionsweise der Pflegerentenversicherung ist ähnlich der Pflege Tagegeldversicherung. Mit Feststellung der Pflegebedürftigkeit wird eine monatliche frei verfügbare Rentenzahlung ausgelöst. Es ist also unerheblich ob die Pflege im Kreis der privaten Angehörigen oder von einem professionellen Pflegedienst ausgeführt wird. Die Zahlung der Rentenleistung erfolgt nur, wenn auch der Pflegefall eintritt.

Wichtige zu Wissen!

Ein wichtiger Hinweis für die Auswahl einer Pflegezusatzversicherung

Wenn Sie pflegebedürftig werden und keine Vorsorge für mögliche Finanzierungslücke in der Pflege getroffen haben und auch kein Bar- oder Immobilienvermögen vorhanden ist, so werden ihre Kinder mit Elternunterhalt für Ihre herangezogen.

Eine Pflegezusatzversicherung ist eine reine Risikoversicherung. Dies bedeutet für Sie, dass wenn der Pflegefall nicht eintritt, das angesparte Geld auch nicht zurückgezahlt oder an ihre Erben ausgeschüttet wird. Dennoch halten wir eine private Pflegezusatzversicherung für sinnvoll, denn im Falle des Falles wollen Sie Ihren Angehörigen die Risikodeckung sicherlich nicht zumuten!

So funktioniert die Pflegezusatzversicherung

Anfang des Jahres 2017 hat der Gesetzgeber aus bisher drei Pflegestufen insgesamt fünf Pflegegrade gemacht. Dabei war es wichtig Sonderleistungen für Demenzkranke in die Pflege Leistungs-Systematik einzubauen. Neue Pflege-Zusatzversicherungen richten sich nunmehr nach den neu etablierten Pflegegraden, die wir für Sie in folgender Übersicht aufgeführt haben. Mit dieser Umstellung haben viele Pflegebedürftige Anspruch auf wesentlich mehr Leistungen, deshalb haben alle Pflegezusatzversicherungen in 2017 ihre Tarife deutlich erhöht. Darum empfiehlt es sich umso mehr, einen Pflegezusatzversicherung Vergleich durchzuführen.

⇒ Anpassung der Pflegestufen ab Januar 2017

 Pflegestufe bis Ende 2016 Pflegegrad ab 2017
 Stufe 0 mit Demenz  Grad 2
 Stufe I  Grad 2
 Stufe I mit Demenz  Grad 3
 Stufe II  Grad 3
 Stufe II mit Demenz  Grad 4
 Stufe III  Grad 4
 Stufe III mit Demenz  Grad 5

Alle bisherigen Härtefälle werden ebenfalls mit Grad 5 eingestuft, Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Um einem bestimmten Pflegegrad zugeordnet zu werden, müssen Sie einen Antrag stellen und der Pflegegrad wird danach von einem neutralen Gutachter ermittelt. Dieser wird in den allermeisten Fällen auch von der privaten Pflegezusatzversicherung entsprechend übernommen. In manchen Fällen wird nochmals die Einschätzung des versicherungseigenen Gutachters verlangt.

Gesundheitsprüfung beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung

Die Versicherer wollen in jedem Fall wissen, auf welches Risiko sie sich mit dem Abschluss der Pflegezusatzversicherung einlassen,  deshalb wird auch insbesondere nach diagnostizierten Vorerkrankungen gefragt. Diese sollten Sie in jedem Fall richtig angeben, auch wenn dann möglicherweise Zuschläge zu ihrer Pflegeprämie zu bezahlen sind. Werden falsche Angaben im Pflegefall entdeckt, so kann es passieren, dass Sie mit deutlich reduzierten oder gar keinen Leistungen rechnen müssen.

Pflegezusatzversicherung, je früher desto besser!

Je älter sie sind, desto kürzer ist auch die Ansparphase bis zu einer möglichen Pflegebedürftigkeit. Aus diesem Grund fallen dann die monatlichen Beiträge wesentlich höher aus.  Auch sind im Alter oftmals einige Vorerkrankungen schon diagnostiziert und die daraus resultierenden Zuschläge erhöhen ebenfalls ihren monatlichen Beitrag zur Pflegezusatzversicherung. Empfehlenswert ist es eine Pflegezusatzversicherung zu wählen, die erst ab einem höheren Pflegegrad in die Leistung eintritt. So sparen Sie an den Beitragszahlungen und haben bei den besonders teuren Pflegegraden die Unterstützung ihrer Pflegezusatzversicherung.

Sonderfall Pflege-Bahr Versicherung

Diese Pflegezusatzversicherung wird gesetzlich gefördert und hat Kontrahierungszwang. Dies bedeutet Sie müssen von der Versicherung in jedem Fall aufgenommen werden und deshalb entfällt auch eine Gesundheitsprüfung. Sind Ihnen also Vorerkrankungen bekannt, die hohe Risiko  Zuschläge auslösen würden, empfehlen wir die Pflege-Bahr Versicherung. Nach bestimmten Voraussetzungen beim Pflegegrad und dem gesetzlich festgestellten Pflegegeld, haben sie mit der Pflege-Bahr Förderung Anspruch auf einen Zuschuss von fünf Euro im Monat, insofern sie selbst mindestens zehn Euro monatlich in Ihre Pflegezusatzversicherungen bezahlen. Die Leistung wird wie bei der Pflege Taggeld Versicherung als leistungsunabhängiger Zuschuss erbracht. Die Höhe ist natürlich eher als Tropfen auf den heißen Stein zu bewerten.

Definition Pflegebedürftigkeit nach Sozialgesetzbuch

Sozialgesetzbuch (SGB) – Elftes Buch (XI) – Soziale Pflegeversicherung (Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014)

  • 14 Begriff der Pflegebedürftigkeit

(1) Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.

(2) Maßgeblich für das Vorliegen von gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten sind die in den folgenden sechs Bereichen genannten pflegefachlich begründeten Kriterien

1.Mobilität: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Umsetzen, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen;

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld, örtliche Orientierung, zeitliche Orientierung, Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen, Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen, Treffen von Entscheidungen im Alltagsleben, Verstehen von Sachverhalten und Informationen, Erkennen von Risiken und Gefahren, Mitteilen von elementaren Bedürfnissen, Verstehen von Aufforderungen, Beteiligen an einem Gespräch;

3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten, Beschädigen von Gegenständen, physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen, verbale Aggression, andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten, Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen, Wahnvorstellungen, Ängste, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage, sozial inadäquate Verhaltensweisen, sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen;

4. Selbstversorgung: Waschen des vorderen Oberkörpers, Körperpflege im Bereich des Kopfes, Waschen des Intimbereichs, Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare, An- und Auskleiden des Oberkörpers, An- und Auskleiden des Unterkörpers, mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken, Essen, Trinken, Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls, Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma, Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma, Ernährung parenteral oder über Sonde, Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme bei Kindern bis zu 18 Monaten, die einen außergewöhnlich pflegeintensiven Hilfebedarf auslösen;

5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen:

a) in Bezug auf Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe, Einreibungen sowie Kälte- und Wärmeanwendungen, Messung und Deutung von Körperzuständen, körpernahe Hilfsmittel,

b) in Bezug auf Verbandswechsel und Wundversorgung, Versorgung mit Stoma, regelmäßige Einmalkatheterisierung und Nutzung von Abführmethoden, Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung,

c) in Bezug auf zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, Arztbesuche, Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, zeitlich ausgedehnte Besuche medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, Besuch von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern sowie

d) in Bezug auf das Einhalten einer Diät oder anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften;

6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen, Ruhen und Schlafen, Sichbeschäftigen, Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen, Interaktion mit Personen im direkten Kontakt, Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds.

(3) Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die dazu führen, dass die Haushaltsführung nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden kann, werden bei den Kriterien der in Absatz 2 genannten Bereiche berücksichtigt.